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Argus KI-gestütztes Wächtersystem zur tierfreundlichen Vergrämung 

Projektbeschreibung

System, das den Bereich überwacht, die Bedrohung selbstständig erkennt und sie mit einem gezielten Wasserstoß vergrämt, ohne dem Tier zu schaden. Der Effekt beruht auf Abschreckung. Habicht und Reiher lernen mit der Zeit, dass dieser Ort unangenehm ist, und meiden ihn.

Funktionsweise

Eine Logitech-Webcam filmt den überwachten Bereich. Auf einem Laptop läuft YOLOv8 und erkennt die Objekte im Bild in Echtzeit. Sobald die eingestellte Zielklasse erkannt wird, berechnet das Programm aus der Position der Bounding Box, wo sich das Ziel befindet, und leitet daraus die Ausrichtung ab. Diese Werte gehen über die serielle Schnittstelle an einen ESP32. Der ESP32 steuert zwei 25-kg-Servos, die die Düse in der Horizontalen und Vertikalen ausrichten (Pan und Tilt), und schaltet über ein Relais einen umgebauten Hochdruckreiniger, der dann einen kurzen, gezielten Wasserstoß abgibt.

Welche Klasse ausgelöst wird, lege ich fest. Beim Habicht nutze ich zusätzlich, dass meine Hühner am Boden bleiben und die Gefahr aus der Luft kommt. Das System reagiert deshalb nur auf Ziele im oberen Bildbereich, womit die Hühner selbst nie getroffen werden. Beim Reiher ist der Vogel am Teichrand das Ziel.

Aufbau und Komponenten

  • ESP32 als Steuerung für Servos und Relais
  • zwei Servos mit je 25 kg Stellkraft für die Pan-Tilt-Bewegung
  • 3D-gedrucktes Gehäuse für Elektronik und Mechanik
  • Logitech-Webcam zur Bilderfassung
  • Laptop für die Bildverarbeitung mit YOLOv8 (später durch einen kompakten Rechner ersetzbar)
  • umgebauter Hochdruckreiniger, über ein Relais geschaltet

Anwendungen

Der Schwerpunkt liegt auf dem Schutz vor Habicht und Fischreiher, den beiden Tieren, die mir konkret Schaden anrichten. Da YOLOv8 viele Objektklassen erkennt, lässt sich das System aber auch auf andere Ziele umstellen. Naheliegend sind zum Beispiel Tauben, die Balkone, Dächer und Solaranlagen mit ihrem Kot vollmachen. Der ist nicht nur unschön, sondern auch aggressiv und greift Oberflächen an. Dieselbe Technik vergrämt sie genauso schadlos.

Sicherheit und Tierschutz

Argus arbeitet bewusst ohne Verletzungsabsicht. Der Wasserstoß schreckt ab und konditioniert, mehr nicht. Gerade weil Habicht und Reiher geschützt sind, ist eine schadlose Methode nicht nur die humane, sondern auch die einzige rechtlich saubere Lösung. Da ein Hochdruckreiniger mit hohem Druck arbeitet, ist das System für den festen Einsatz am eigenen Grundstück gedacht und nicht dafür, unkontrolliert auf Menschen zu zielen.

Klasse

3BHEL

Schüler

Ladinser Ennio, Grawein Simon

Thema

KI-gestütztes Wächtersystem zur tierfreundlichen Vergrämung