Projektbeschreibung
Simple Tag ist ein ressourceneffizientes, dezentrales Ortungssystem für physische Objekte auf Basis von Bluetooth Low Energy (BLE) und mobilen Endgeräten. Ziel des Systems ist es, verlorene Gegenstände zuverlässig zu lokalisieren, ohne auf proprietäre Hardware, kostenpflichtige Cloud-Infrastrukturen oder permanente Nutzerinteraktion angewiesen zu sein. Der Fokus liegt auf Energieeffizienz, Skalierbarkeit und Datenschutz.
1. Bluetooth-basierte Tag-Erkennung
Die Simple Tag-Tags senden periodisch BLE-Advertising-Pakete mit herstellerspezifischen Daten, die eine eindeutige Tag-ID sowie Statusinformationen (z. B. Batteriestand) enthalten. Die Smartphone-App scannt diese Pakete im Hintergrund unter Verwendung adaptiver Scan-Strategien, die sich an den Gerätezustand (z. B. Bildschirm an/aus) anpassen. Zur Minimierung des Energieverbrauchs wird ein zeitgesteuerter Scan-Zyklus eingesetzt, der zwischen aktiven und inaktiven Scan-Phasen wechselt. Die Erkennung eines Tags erfolgt ausschließlich lokal auf dem Gerät, ohne sofortige Datenübertragung an einen Server.
2. Positionsbestimmung und Verlustlogik
Sobald ein Tag erkannt wird, speichert die App die zuletzt bekannte Position unter Verwendung der Standortdaten des Geräts. Die Positionsbestimmung basiert auf einer Kombination aus BLE-Signalstärke (RSSI) und Standortinformationen des Betriebssystems. Ein Tag gilt als „verloren“, wenn über einen definierten Zeitraum keine BLE-Pakete mehr empfangen werden. Diese Verlustlogik berücksichtigt bewusst Scan-Zyklen, Hintergrundbeschränkungen des Betriebssystems sowie mögliche Funkabschattungen, um Fehlalarme zu minimieren. Wird ein verlorenes Tag erneut per BLE erkannt, wird es automatisch wieder als „gefunden“ markiert.
3. Crowd-Finding-System
Zur Wiederauffindung verlorener Tags implementiert Simple Tag ein Crowd-Finding-Prinzip. Befindet sich ein als verloren markiertes Tag in Reichweite eines anderen Nutzers, kann dessen Gerät – abhängig von konfigurierten Einschränkungen – die aktuelle Position anonymisiert an eine zentrale Datenbank melden. Um Missbrauch und übermäßige Datenbankzugriffe zu vermeiden, sind zeitliche und räumliche Drosselmechanismen integriert, die die Häufigkeit von Positionsmeldungen begrenzen. Die Identität des meldenden Nutzers bleibt dabei verborgen; es werden ausschließlich technisch notwendige Metadaten übertragen.
Klasse
4AHEL
Schüler
Thomas-Allesch / Lukas-Haller / Raphael-Joeri
Thema
dezentrales Ortungssystem für physische Objekte

